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Jockey mit Pechsträhne: Vom Pferd getreten, vom Rettungswagen überfahren
05.07.2016 / News

Lachen kann Jockey Chris Meehan über sein Pech noch nicht, dazu sind die Schmerzen noch zu groß – aber es geht ihm immerhin etwas besser...
Lachen kann Jockey Chris Meehan über sein Pech noch nicht, dazu sind die Schmerzen noch zu groß – aber es geht ihm immerhin etwas besser... / Foto: Chris Meehan/Twitter

Der Jockey-Beruf kann hart und gefährlich sein – aber soviel Pech wie der Ire Chris Meehan bei einem Hindernisrennen in Italien hatte, ist glücklicherweise selten...

 

Es klingt wie das Drehbuch einer schlechten Slapstick-Komödie, doch dem irischen Jockey Chris Meehan ist gar nicht zum Lachen zumute. Was er am Sonntag bei einem Rennen erleben musste, war alles andere als lustig – und hätte leicht noch viel schlimmer ausgehen können.

Chris Meehan war für einige Sommer-Rennen nach Italien gekommen und startete am Sonntag in einem Hindernisrennen in Meran/Südtirol, bei dem es zu einem dramatischen Unfall kam:  Meehan stürzte von seinem Pferd und wurde danach von einem Huf im Gesicht getroffen – der Albtraum jedes Jockeys. Der Huftritt brach ihm die Nase und hinterließ an seinem Kiefer eine klaffende Wunde, die später mit 27 Stichen genäht werden musste. Meehan blieb benommen auf dem Geläuf liegen, Rennbahn-Mitarbeiter eilten herbei, um Erste Hilfe zu leisten – denn Meehan lag auf dem Rücken und wäre fast an seinem Blut erstickt. Einer der Helfer brachte ihn in eine stabile Seitenlage, das rechte Bein war dabei ausgestreckt. „Und als ob das alles noch nicht schlimm genug war", so Meehan gegenüber dem britischen Fachmagazin ,Racing Post', „stellte sich die Rennbahn-Ambulanz gleich neben uns auf – und fuhr im Rückwärtsgang direkt über mein Bein. Sie sind noch dazu genau über meinem Bein stehengeblieben, ich habe laut zu schreien begonnen, denn das Bein ist natürlich sofort gebrochen. Alle rund um mich haben dann versucht, den Ambulanzwagen wieder von mir runter zu bekommen, es muss echt komisch ausgesehen haben", so Meehan, der das in diesem Moment aber sicher nicht komisch fand.

Meehan wurde, nachdem der Rettungswagen wieder von seinem Bein runtergefahren war, in eine nahegelegene Klinik gebracht und dort erstversorgt. Er wird heute Dienstag (5. Juli) zurück nach Irland gebracht, um dort am Bein und am Kiefer operiert zu werden. Angesichts der Schmerzen kann er über seinen Unfall und die Geschichte mit dem Rettungswagen zwar noch immer nicht lachen, aber immerhin das Geschehen mit bitterer Ironie kommentieren: „Was das Ganze nämlich noch schlimmer macht ist der Umstand, daß mein Vater, mein Bruder und meine Tante alle bei der Rettung arbeiten. Mein Vater gibt in Nordirland und in England angehenden Ambulanz-Fahrern sogar Fahrunterricht – ist das nicht bizarr, das hält man doch im Kopf nicht aus, oder?"

Die nächsten zwei Monate wird Meehan nur Zuschauer sein, bevor er wieder selbst in den Sattel steigen kann. Und er möchte auch wieder bei Hindernisrennen an den Start gehen – daran hat auch der Sturz nichts geändert. Und soviel Pech wie auf der Rennbahn in Meran hat er hoffentlich nie wieder im Leben...

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