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Tödlicher Unfall beim Scheren eines Pferdes
11.03.2015 / News

Der tragische Unfall in Norfolk passierte während des Scherens – und das, obwohl das junge Pferd ein Sedativum bekommen hatte.
Der tragische Unfall in Norfolk passierte während des Scherens – und das, obwohl das junge Pferd ein Sedativum bekommen hatte. / Foto: www.karinhaas.com

Der Todesfall einer 55-jährigen Frau aus dem britischen Norfolk, die beim Scheren von ihrem ausschlagenden Pferd getroffen wurde, war ein tragischer Unfall – das haben die Untersuchungen nun ergeben.

 

Die britische Zeitschrift ,Horse & Hound' hat über den tragischen Vorfall ausführlich berichtet: Am 11. Jänner 2015 wurde in Norfolk die 55-jährige Pferdebesitzerin Mary Hancy beim Scheren von ihrem Pferd so unglücklich getroffen, dass sie wenig später ihren Verletzungen erlegen ist. Die diese Woche durchgeführten Untersuchungen und Zeugenbefragungen haben nun ergeben, dass es sich dabei um einen tragischen Unfall gehandelt hat – ein Verschulden oder ein fahrlässiges Handeln konnte nicht festgestellt werden.

Die 55-jährige  galt als begeisterte und sehr erfahrene Pferdefrau – sie züchtete selbst Hannoveraner und Deutsches Warmblut und betrieb gemeinsam mit Freunden einen Reitschulbetrieb. Mary Hancy hatte an jenem Tag ihrer Tochter Kelly beim Scheren eines fünfjährigen Warmblutpferdes geholfen, das sie selbst gezüchtet hat. Das Temperament des Pferdes wurde von der Tochter als ,gut, aber jung' beschrieben, dem Pferd war daher etwa eine Stunde vor dem Scheren auch ein leichtes Beruhigungsmittel – Sedalin – verabreicht worden. Während des Scherens sei das Pferd aber plötzlich erschrocken und habe ausgeschlagen – dabei sei ihre Mutter am Brustkorb getroffen worden. Durch die Wucht des Tritts wurde Mary Hancy mit ihrem Kopf an eine Wand geschleudert.

Als die Rettung eintraf, hatte sich der Zustand von Mary Hancy bereits so stark verschlechtert, dass umgehend eine Flugambulanz alarmiert wurde und Mrs. Hancy ins Adeenbrookes Hospital in Camebridge brachte – dort verstarb sie wenig später an ihren schweren Verletzungen. Offizielle Todesursache war ein Lungenversagen, verursacht durch ein stumpfes Trauma.

Aus Anlass des tragischen Todesfalls betonte eine Sprecherin der British Horse Society einmal mehr die Notwendigkeit, alle erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wenn man Pferde vom Boden aus behandelt. Erst im Vorjahr hatte eine Untersuchung der Universität von Kentucky gezeigt, dass Verletzungen von Personen neben dem Pferd ebenso häufig auftreten wie Verletzungen von Reitern auf dem Pferd. In einem fünfjährigen Überwachungszeitraum mit drei tödlichen Unfällen zeigte sich auch, dass alle drei Todesfälle Personen betrafen, die vom Boden aus mit dem Pferd hantierten.

In der Community von ,Horse & Hound' zog der Bericht ein enormes Echo und viele Kommentare nach sich: Manche User meinten, dass das Pferd offenbar schlecht bzw. unzureichend ausgebildet war und daher ausgeschlagen hätte; andere wieder sagten, dass man das Verhalten von Pferden niemals mit 100%iger Sicherheit vorhersagen könne und ein solcher Unfall jeder bzw. jedem passieren könnte.

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