News 

Rubrik
Zur Übersichtzurück weiter

Pferdegeschichte(n) einst & jetzt: Der Boom der Reiterei
18.02.2024 / News

Der alte Herr blickt diesmal zurück in die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts, in denen die Pferdewirtschaft und der Reitsport einen unglaublichen Boom erlebten, für den beispielhaft die großen Pferdemessen Equitana und Euro-Cheval stehen, die es bis zum heutigen Tag gibt.

 

„Ja, selbstverständlich hat sich abgezeichnet, als sich in der siebten Dekade des letzten Jahrhunderts „Pferdesport“ aus der Asche erhob, aus Kriegs- und Arbeitskameraden „Freizeitpartner“ erwuchsen, dass findige und kluge Köpfe sehr schnell ein Geschäftsmodell daraus entwickeln würden – es war ja nicht mehr viel Brauchbares vorhanden – dass aber ein Boom in einem Ausmaß und in einer Vielfalt, die wir heute über fünfzig Jahre später vorfinden, und als selbstverständlich annehmen, das haben nur wenige visionäre Phantasten erkannt und auch den Grundstock für eine Entwicklung gelegt!“ Der alte Herr fasste so kurz und bündig seine Antwort auf die Frage des jungen Herren zusammen, der von ihm wissen wollte – er und seine Partnerin um die dreißig Lenze – wie sie sich das Wiedererstarken der Pferde und der damit verbundene Wirtschaft vorstellen könnten. „Von einem solchen Visionär werde ich später erzählen, er gründete 1972 die bis heute größte Messe für Pferde und Zubehör – die Equitana. Aber zunächst müssen Sie beide sich vorstellen, dass es noch keinen gemeinsamen europäischen Wirtschaftsverband gab, sondern zwei – die EWG und die EFTA, jedes Land hatte seine eigene Währung und die Welt war geteilt in West und Ost, in Europa ging die Grenze quer durch Deutschland.
Traditionelle Pferdeländer wie Ungarn, Tschecheslowakei (war noch nicht in Tschechien und Slowakei – was erst 1993 geschah – getrennt), Polen und Ostdeutschland lagen „hinter dem Eisernen Vorhang“ – konnten nur ausnahmsweise bereist werden und hatten wenig zu exportieren. Gelang es einem Gestüt aus den Ostländern, auf Grund einer Einladung mit Pferden zu einer Messe in den Westen zu kommen, erkannte man die Reiter, Fahrer und Pfleger an ihren schundigen Trainingsanzügen, die staatlichen Aufpasser, die jeden Schritt überwachten, an ihren steinernen Mienen und langen Ledermänteln. Doch entstanden auf den Messen auch erste ost-west Kontakte zwischen Pferdeleuten und die spätere Basis für Importe aus diesen Ländern – deutsche Pferde genossen schon damals gewisses Ansehen, es war jedoch weder „chic“ noch „in“, mit Österreichischen Pferden aufzutreten.“

 Die junge Dame hatte sich etwa vorgebeugt und besah ein schmales Buch, das auf dem Tischchen neben dem Kamin lag. „Sie lesen nicht nur Pferdebücher?“ sagte sie dann, zum alten Herren gewendet „ich sehe hier ein Buch mit dem Titel „Mir geht’s gut, wenn nicht heute dann morgen!“ „Natürlich“ erwiderte dieser mit zufriedenem Lächeln „ein Pferdemensch soll, ja darf kein Fachidiot sein – um die Welt der Pferde zu verstehen muss man auch den Rest der Welt verstehen – ich gebe zu, dies ist in unseren Tagen nicht immer leicht. Aber Bücher wie dieses helfen dabei. Es ist der Bericht von Dirk Stermann über eine lange Reihe von Gesprächen mit der fast hundertjährigen Erika Freeman, die, in Wien geboren, später in New York als hochgeschätzte Psycho-Analytikerin tätig, wieder in ihre Geburtsstadt zurückgekehrt, um eine Ehrung durch die Republik Österreich zu erfahren. Ein Werk, in dem positive Einstellung überwiegt, geballte Lebensweisheit zu erfahren ist und in einem vergnüglichen Stil verfasst ist – sehr empfehlenswert.  Doch zurück zu Ihrer Frage!“ der alte Herr wandte sich wieder seinem jungen Gesprächspartner zu:

„Die Fieracavalli in Verona ist vermutlich die älteste Pferdemesse, seit 1898 wird sie (fast) jährlich abgehalten, doch auch die Equitana® in Essen und die Eurocheval® in Offenburg haben bereits mehr als fünfzig Jahre erfolgreich überstanden, die österreichischen Pferdemessen In Wels und Wiener Neustadt gibt es so wie die Hippologica® Berlin an die 30 Jahre. Kleinere Veranstaltungen wie in St. Pölten oder Straubing sind immer wieder aufgetaucht und wieder versunken. Die erfolgreich Überlebenden haben meist ihr Konzept modifiziert, entweder Turniere in die Messe eingebettet, oder internationale Fachkongresse für Tierärzte und Fachpersonal damit verbunden“
 
 
Equitana Essen und Euro-Cheval Offenburg – zwischen Ramsch und „High Quality“ – Morgendämmerung am „Pferdemarkt“
Berichte aus 1981 und 1982, erschienen in der Zeitschrift ,Cheval‘

 

Equitana 1981
Das Mega-Spektakel begann 1972 als kleine Fachausstellung – wuchs zu gigantischen Ausmaßen, mit Verve gehegt von Mr. Equitana, dem Oldenburger Wolf Kröber, studierter Landwirt, Pferdezüchter, Eierhändler und visionärer Phantast.

Dennoch – die Messe in diesem 1982, also zum zehnten Jahrestag der Gründung - kann man mit der Meldung für die Daheimgebliebenen > Im Westen nichts Neues < abtun, aber das mit großem Pomp und Aufwand  - Wesentliches ist niemandem entgangen.

Zweifellos waren wunderbare Pferde zu sehen, das tägliche Schauprogramm verlief exakt und war beeindruckend, doch fand der routinierte Messebesucher viel Bekanntes aus den Vorjahren – denn der Schwerpunkt ist das „Geschäft“ – also die Industrieausstellung – hier war zwar zu bemerken, dass bisher vertretene Firmen abwesend waren.

Aus der unendlichen Vielfalt angebotener Zaumzeuge, Sattlerwaren und Geschirre konnte man feststellen, dass der Qualitätsunterschied immer krasser wird. Während renommierte Firmen Zubehör von bestechender Schönheit und Qualität anbieten, ist vermehrt auch „Supermarkt- Qualität“ vorhanden, Qualität wurde von Quantität verdrängt. Der Durchschnittskäufer, der sich primär vom Preis leiten lässt und von der verführerischen Aufmachung einer Verkaufskoje, setzt mit minderen Bügelriemen und Sattelgurten sein Leben schon beim ersten Ausritt aufs Spiel – gefördert von den als Sensation angepriesenen  Gummiringen, die der Reiter sich in der Höhe der Zehenballen auf den Stiefel schiebt, um ihn am Herausgleiten aus dem Bügel zu hindern – indes – ist nicht das Hineinfallen in den Bügel durch hochgezogene Fersen bedeutend gefährlicher und dann nicht mehr „herauszukommen“? – eine zusätzliche Blockade ist hier nicht von Nutzen; oder liegt der Sinn darin, zu verhindern, dass Pferd und abgeworfener Reiter getrennt zum Stall zurückkommen, also noch Teile des Reiters im Bügel hängen?

Nicht minder fragwürdig ist ein weiterer, als „Sicherheits-Steigbügel“ bezeichneter Neuling: in den normalen Steigbügel beweglich eingebaut ist ein weiterer Bügel, der den Tritt um eine Querachse dreht und somit bewirken soll, dass der Stiefel zu weit in den Bügel hineingleitet – soweit, so gut – aber um das Konstrukt doch wieder gefährlich zu gestalten, dreht sich der Fußteil mit dem Zusatzbügel. Jeder, der einmal als Ungeübter vom Pferde fiel, weiß, dass in der automatischen Verkrampfung die Zehen hochgezogen werden – der Zusatzbügel verhindert also  das Herauskommen aus dem Bügel und der Reiter wird wieder über Stock und Stein nachgeschleift. Der Preis von ÖS 1000.00 dafür ist sicher für einen guten Reitlehrer besser angelegt.

Die Betonung liegt auf „guter“ Reitlehrer – dieser Aufklärung widmet die Deutsche Reiterliche Vereinigung viel Platz und Material. In sehr anschaulich gestalteten Broschüren werden die verschiedenen Wege einer Reiterausbildung beschrieben: Amateurlehrkräfte, Berufsreiter, Therapeutisches Reiten, Turnierreiter sowie die Ausbildung eines Pferdes zum Turnierpferd. Das durchgehende Motto ist: Ohne Ausbildung ist kein Unterricht möglich. An dieser Stelle möchte ich einer späteren Besprechung vorgreifen und aus Wrangel „Buch vom Pferde“ – auf der Messe erworben – zitieren: „Ein schlechter Reiter muss unbedingt auch ein schlechter Reitlehrer sein, denn selbst, wenn er die Beredsamkeit eines Cicero besäße, würde er seinen Schülern nur tote Lehrsätze vordeklamieren können, und dies nicht einmal im rechten Moment; durch das Beispiel zu wirken, ist ihm aber vollständig versagt!“

 Ungeheuer groß ist die Vielfalt und Ausführung der Gespann-Wagen. Angeführt von namhaften englischen Firmen, deren Angebot vom Dressurwagen bis zum Marathonwagen, vom Dogcart bis zum Cabriolet reicht, verdienen auch deutsche Kutschenhersteller, allen voran Wührmann höchstes Lob. Besonders erwähnenswert ist, dass nicht nur die Ausstattung und der Lack verbessert wurden, sondern auch immer wieder Neuerungen in der Lenkgeometrie und der Drehkränze zu finden sind.
 

 Equitana Essen
 
Bei der großen Breitenwirkung des Fahrsports heutzutage werden Turniere neben Fahrer-Können immer mehr zur Materialfrage. Allerdings muss der Käufer eines eleganten Wagens Summen in der Größenordnung eines guten Mittelklasse-Automobils auf den Tisch legen, dafür weiß er sich aber mit HRH Prince Philipp in „einer Familie“. Ein bisschen Abkehr von der Technik und Zuwendung zu den Pferden wäre angebracht, bevor der Fahrsport ähnlich verkommt wie der Sport unter dem Sattel.

Diese Naturbezogenheit auf den Kameraden Pferd muss auch der deutschen Westernreiterei schon abgesprochen werden – die grenzenlose Freiheit findet auf Turnierplätzen und in Reithallen statt. Der Verfasser ist ein großer Anhänger des autochthonen Westernstils als „Arbeits-Reiterei“ in des Wortes ureigenster Bedeutung – verbrachte er doch selbst auf wunderbaren Quarters viele Stunden in Texas, New Mexiko und Nevada. Aber bleichgesichtige europäische Großstadt-Typen passen nun einmal nicht in die „Tracht“ braungebrannter, schlacksiger und wortkarger Cowboys, deren Arbeit sehr wenig mit Romantik und Kostümfest zu tun hat, und deren Pferde von einer Umgebung und Arbeitsweise geprägt sind, die in unseren Breiten nicht zu finden sind. Wir belächeln die US-Gäste, die bei uns in Lederhosen und kitschigen Dirndl-Gewändern auftreten, ist es umgekehrt weniger komisch?  Ein bildschöner Hannoveraner – mit Westernsattel, englischem Zaum auf Trense im Rheinland oder in den Alpen, der beim Anblick einer Kuh entsetzt das Weite sucht – nun ja, der Cowboy ist ein Kuhhirte, wenn auch zu Pferde!

Eurocheval Offenburg

Interessant ist die Arbeit der verschiedenen Distanzreitervereine – begrüßenswert vor allem die exakte Aufklärung und die Erziehung der Reiter zum „Hineinhorchen in die Pferde“. In der Verbandszeitschrift „Distanz aktuell“ stehen längst vergessene Selbstverständlichkeiten:
– Startberechtigt sind Großpferde ab sechs Jahren;
– Tragende Tiere sind nicht zugelassen;
– Die Entscheidungen der Tierärzte vor, während und nach dem Ritt sind unanfechtbar;
– Alle Distanzritte werden nach Richtlinien durchgeführt, deren oberster Grundsatz der Tierschutz ist!
 
Zu berichten ist ferner, von einer Art „Bio-Welle“, die über die Gruga-Hallen und die Pferdefütterung hinwegrollte: Das Produkt Leinsan® verspricht immer glänzendes Fell und dauerndes Wohlbefinden; dass sich dahinter der seit langem bei Pferdekennern gerne eingesetzte Leinsamen verbirgt, bedarf keiner hellseherischen Begabung. Ein Produkt mit dem Namen Biomaris® verlockt mit Gesundheit aus der Tiefe der Meere, ohne aber preiszugeben, was sich darin verbirgt – nun, der alte Spruch >wer nichts weiß, muss alles glauben<  findet immer noch seine Apostel. Biologische Tierarzneimittel, Heilkräuter und Fütterungsarzneien erinnern an die einstige Vielfalt von Kräuter- und Fohlenwiesen – mein geschätzter Großvater ließ für die tragenden und säugenden Stuten mit Fohlen bei Fuß wertvolles Gebirgsheu – bespannt- über mehrere Tagesreisen antransportieren.  

Dem gegenüber steht die boomende Futtermittelindustrie für Pferde, die Gesundheit und Leistung – und aus Bequemlichkeit aus dem Fertigfuttersack verspricht. Was aber all diesen Futterempfehlungen fehlt, ist eine an Bedarfswerten und Inhaltsstoffen orientierte Fütterungsempfehlung. Wer weiß noch, wie Militärpferde gefüttert wurden, die bis zu 70 km Tagesetappe mit schwerer Ausrüstung zurückzulegen hatten, gesund waren und mit neunzehn Jahren als Veteranen ausgemustert wurden – der Futtermeister wusste es!

Als Komfort-Lösung der Zukunft wird ein 100%ig pflanzliches Streulager angeboten, Anabiose 500® mit Namen, das – einem Schwamm ähnelnd – aus einem Hanfgewächs gewonnen wird. Wird – so der Text- eine Box zehn Zentimeter hoch eingestreut, so ist dies für vier bis sechs Wochen ausreichend. Als wesentlicher Vorteil wird im Werbezettel noch angeführt, dass keine Pestizide zu fürchten seien, wie etwa im Stroh – allerdings wird auf nämlichem Zettel, allerdings kleingedruckt und auf der Rückseite, darauf hingewiesen, dass das Produkt für Futterzwecke ungeeignet ist und eine Aufnahme durch Pferde wegen hoher Kolik-Gefahr unbedingt zu vermeiden wäre; um ein „Probieren“ durch ein naschhaftes Pferd zu verhindern, soll das Produkt mit einer leichten Kreosol-Lösung besprüht werden, da waren wieder einmal richtige Pferdeleute am Werk – wenn schon kein Gift drinnen ist, dann sprühen wir solches einfach drauf!

Im Bereich des Hufbeschlages wurde ein kleines „Hufeisen-Erhitzungsgerät“ angeboten, das, wie ein kleiner Backofen, das Hufeisen aufnimmt, die kleine Feld-Esse wird mit Gas gespeist, es gibt keinen offenen Funkenflug.

Eine Hufeinlage mit dem Namen Heba-Form® besteht aus einer knetbaren, Plastilin-ähnlichen Masse und ist mit Lorbeeröl angereichert. Im Bereich der Pferde-Orthopädie soll die Verwendung bei Zwanghufen, Hornspalten, Steingallen und Hufrollenerkrankung wegen der Stoßdämpfung erfolgreich sein.  Die ebenfalls angeratene Anwendung bei Strahlfäule betrachte ich skeptisch, weil das verursachende Nekrose-Bakterium sich bei Luftabschluss mit besonderer Freude vermehrt.

Zur Anwendung für Pferde-Tierärzte oder sehr erfahrene Hufschmiede ist der „Innova-Keil“ gedacht: speziell zum Anheben der Trachten und somit zur Entlastung der tiefen Beugesehne. Der Keil besteht aus Kunststoff, in den eine Hartnylon-Einlage eingeschoben wird, die dem Hufmechanismus viel Raum gibt.

Turnier-Solarium Eurocheval Offenburg

Vieles, aber nicht nur Gutes wird angeboten zur Kühlung von Pferdebeinen, sei es nach Arbeit oder Training, aber auch zur Therapie. Nach meiner Ansicht ist das eine wie das andere in Laienhand nicht ohne Gefahr. Das radikalste Gerät zu diesem Behufe ist ein Kühl-Kurator ® (Firma BIOMET), der um den stolzen Preis von 3000 US Dollar Pferdebeine schockartig auf 4 Grad C abkühlt. Die plötzliche, unphysiologische Blutarmut in den Beinen mag zwar Schwellungen verhindern, doch wird auch die Blutpumpe im Huf drastisch daran gehindert, ihrer Aufgabe nachzukommen.

Weniger aggressiv sind die Fessel-Dusch- Blöcke® der Solarium- Firma Weinsberger. Dazu benötigt wird aber ein spezieller Zwangsstand, aus dessen Seitenwänden – für jede Extremität individuell einstellbar – sich das kühle Nass in der Höhe der Fußwurzelgelenke ergießt – entweder in reichem Schwalle oder als milder Regen, als scharfer Strahl oder als angenehme Brause. Eine fabelhafte Idee, verwunderlich, dass nicht schon lange erfunden, ist zu erwähnen, dass auch die Wassertemperatur einstellbar ist; es wäre falsch, zu glauben, nur Kälte wäre gut für Pferdebeine – einziger Nachteil: die erforderliche Dimension des Geldbeutels.
 

Fast alles ist schon einmal dagewesen ...
aus:  „Fahrhandbuch zum Selbststudium“ von Berthold Schönbeck (1889)

 
Mit „Stets gut im Tritt mit water-fit“ wirbt eine deutsche Firma für ihr Kühlsystem für Pferdebeine – das aber nichts anderes ist, als das altbekannte französische Kühlsystem mit Wasserschläuchen,  die über eine Verteileranordnung, wie man sie von Gärtnereien kennt, Wasser an die Gliedmaßen heranführt. Ich kann mir vorstellen, dass es zur langwierigen Montage dieser Kühleinrichtung eines mit stoischer Ruhe ausgestatteten Pferdes bedarf.
Ein weiterer Artikel in diesem Bereich ist eine Thermo-Gamasche® – einfach anzubringen, um Wärme oder Kälte zu applizieren.

Vergeblich suchte ich nach dem, in meiner Praxis so bewährten Kühlstiefel, der wie ein Whirlpool auch mit medikamentösen Zusätzen betrieben werden kann.

 
Nicht zu Unrecht kommt man in der Behandlung von Atemwegserkrankungen wieder mehr zur Inhalation, da man weiß, dass die Injektion oder das Pülverchen der Veterinäre bei „Husten“ die Wirkung nicht (immer) befriedigend entfaltet – nicht für das Pferd, nicht für dessen Besitzer und auch nicht für die Behandler.
Die ausgezeichnete Inhalationsmaske von KEGEL® mit Aerosolgerät kombinierbar, ist zum Zerstäuben von lokal wirksamen Medikamenten hervorragend geeignet, sie gehört in die Hand des Tierarztes, ebenso wie ihre nahen Verwandten Husten ex® oder Dandy Inhalierboy®.

Besonders erwähnenswert ist die Schau „Der Pferdetierarzt“ – umfangreiches Informationsmaterial zeigt einen gesamten Magen-Darmtrakt in einer Kühlvitrine, verschiedene Behandlungsmethoden mit den dazu nötigen Arzneimitteln, Zeichnungen zum Anlegen von Verbänden und Tafeln zu den PAT-Werten. Dr. Ende von der Tierklinik Iserhagen hat sich beim Aufbau große Mühe gegeben und veranstaltete auch Kurzunterweisungen über Erste Hilfe beim Pferd, Gliedmaßen-Chirurgie und Verbandslehre. Ich halte diese Form der Aufklärung für Pferdebesitzer für sehr wertvoll, weil ein kundiger Tierbesitzer immer eine schätzenswerte Hilfe darstellt, die Früherkennung damit besonderen Stellenwert bekommt. Die vielzitierte Gefahr der Selbstbehandlungen, die für Tierärzte mit geringer Fachkenntnis bei Pferden immer zu drohen scheint, wird durch „kundige Laien“ besser in Schranken gehalten als durch Geheimniskrämerei – die Entwicklung zeigt deutlich, dass man Pferdebesitzer zu Partnern erziehen muss.

Der Rundgang des Ausstellungsbesuchers neigt sich dem Ende zu, er musste gut bei Fuß sein, wollte er an einem Tage nur oberflächlich die Runde machen, als er glücklich noch auf zwei Stände stößt – der eine, eine bekannte deutsche Pferdebuchhandlung, der andere von einer Gruppe von „Freizeit-Reitern“.

Neben der sattsam bekannten Pferdeliteratur leuchten plötzlich Bücher in altem Druck hervor: eine Neuauflage von Achenbachs „Anspannen und Fahren“, eine neue Auflage von „Das Buch vom Pferde“ (C.G. Graf Wrangel),  „Die deutsche Fahrkunde“ von Major Richard Schoenbeck oder „Die Fahrkunst“ von Friedrich Hammelmann (Leipzig 1885).

 Die beiden letzterwähnten Werke faszinieren vom ersten Augenblick – es ist Wissen niedergeschrieben, das seinesgleichen sucht; begeistert hat mich auch der Stil – besonders in Wrangels Bänden: das große Feld der Pferdelehre wird nicht trocken abgehandelt, sondern ist immer mit spritzigen und geistvollen Sätzen garniert, die auch ein Stück Zeitgeschichte widerspiegeln, wie zum Bespiel der kurze Traktat über das Alkoholproblem bei Kutschern.
Ganz besonders amüsiert hat mich folgender Absatz aus dem Kapitel „Grundregeln für das Fahren“:

Es wäre deshalb vollkommend gerechtfertigt, wenn man es weit gewagter finden würde, ohne vorhergehende Ausbildung den Fahrkünstler zu spielen, als sich an den Telegraphenapparat zu setzen, bevor man in die Geheimnisse der Telegraphie eingedrungen ist. Letters fällt freilich niemandem ein, wohingegen wir täglich Kutscher sehen können, die vom Fahren nicht mehr verstehen, als eine Obstlerin vom Telegraphieren. Und kein Schutzmann fällt ihnen in die Arme! Im Gegenteil, ältliche, dicke Damen und nervöse Jungfrauen setzen sich lächelnd und freundlich nickend in den von einem solchen Fahrkünstler geführten Wagen, ihre Angehörigen nehmen in größter Seelenruhe Abschied von ihnen, und weder sie selbst, noch sonst jemand gibt der gütigen Vorsehung die Ehre, wenn sie wohlbehalten wieder bei der Schwelle des trauten Heimes anlangen.

 C. G. Graf Wrangel „Das Buch vom Pferde“
 
Ganz zu Ende möchte ich noch von einer Gruppe „Freizeitreiter“ berichten, die ihre Koje dazu verwendet hatten, darzulegen, dass die Einteilung mancher Waidmänner „es gibt Jäger und andere Menschen“ doch nicht stimmt. Mit gelungenen Foto-Montagen zeigen sie die Entwicklung des Pferdes aus der Landschaft, und dass vom „Jagen zum Broterwerb“ und vom „Pferd als Arbeitstier“ ein paralleler Weg zu Jagd und Reitsport als Passion geführt hat.  Alles aber, was aus Leidenschaft betrieben wird, brigt die Gefahr missionarischer Überreaktion – der Text der Auto-Aufkleber sei ins Stammbuch getragen: „Der Wald gehört allen, auch den Reitern!“

Die Gelegenheit, Geld für schöne Dinge auszugeben, findet sich auf jeder Pferdemesse in reichem Maße – allerdings wird qualitatives Angebot von Jahr zu Jahr dünner.


 -----------------------------------------------------------


„Ich muss zugeben“ sagte der alte Herr zu seinen jungen Gästen gewandt, die zu derjenigen Zeit, von welcher er berichtete noch nicht geboren waren „dass mir Mr. Equitana damals ziemlich auf die Nerven gegangen ist, seine selbstdarstellerische Arroganz gepaart mit gekünstelter Dauerheiterkeit war zusammen mit dem Gedränge und Geschiebe in den Messehallen in Essen  schwer erträglich, man musste auf der Hut sein, dass einem nicht von einer der tausend Gerten, die erworben worden waren, die Augen ausgestochen würden, von den allgegenwärtigen Wohlgerüchen derjenigen, die schon einige Tage – Pizza kauend – herumstreunten.

Zur Erinnerung: die EU gab es noch nicht, es wurde zwischen West und Ost auch in den Messehallen strikt getrennt, jedoch gab es in den Showprogrammen schon auch Darbietungen mit Pferden aus östlichen Ländern.

Als ich kurz nach der „Wende“ von 1989 eingeladen wurde, im Hotel Müritz am Warener See in Mecklenburg- Vorpommern ein Seminar zum Thema „Training von Fahrpferden“ zu halten (kurz zuvor war mein Buch „Sportpferde in Training und Wettbewerb“ erschienen) fand sich unter den Zuhörern auch Wolf Kröber „Mr. Equitana“. In der Mittagspause kam er zu meinem Tisch, ich bat ihn, sich zu mir zu gesellen und wir verbrachten zwei Stunden in lebhaftem Gespräch – ich lernte in ihm einen weltoffenen, klugen und zugewandten Menschen kennen, der Eigenschaften besaß, die ich bei ihm nicht vermutet hatte: er verfügte über große Empathie und konnte zuhören. Natürlich hat mir seine Feststellung, er hätte noch nie einen so guten Vortrag gehört, geschmeichelt und für ihn eingenommen.

Ich war zutiefst betroffen, als ich lesen musste, dass sich Wolf Kröber am 6. März 1999, zwei Tage vor Eröffnung der Equitana 1999, mit seinem Jagdgewehr erschossen hat – ich war betroffen, ja, aber ich war nicht verwundert – sein „Kind“ ist mittlerweile 52.“

EUROCHEVAL Offenburg 1982
Es war dies die vierte Eurocheval® in Offenburg und es ist in meinen Augen doch sehr beachtlich, wenn es einem Veranstalter gelingt, eine Pferdemesse ohne Niveauverlust viermal abzuhalten – die HIPPO® in Straubing brach bereits im zweiten Veranstaltungsjahr in sich zusammen – die Messe in Offenburg scheint indes an Niveau zu gewinnen. Bei dem zur Zeit in Industrie und Handel schmerzhaft zu bemerkenden Sparwillen kann das nicht hoch genug geschätzt werden, denn namhafte Großfirmen waren heuer nicht vertreten, eine Sättigung des Marktes ist zudem zu verzeichnen – es scheint, als hätten diese Umstände  eine Katharsis bewirkt, eine Besinnung auf das Pferd an sich, losgelöst von Schnick-Schnack und Ramsch.

Sowohl die Schauprogramme, aber auch Verkaufsschauen von wohlfeilen Pferden waren auf hohem, reiterlichem Niveau angesiedelt, die Organisation war bestens, besonders wohltuend die knappen, aber fachlich einwandfreien Kommentare des Platzsprechers, der das jeweilige Schaubild und die Schönheit der Pferde wirken ließ und nicht „alles zuquasselte“, wie dies zunehmend in Mode kommt.

Der Zuschauerstrom internationalisiert sich von Mal zu Mal und – so wie ich – scheinen auch viele andere Besucher die Großräumigkeit des Geländes mehr zu schätzen, als die zur Claustrophobie führende Enge der Messehallen in Essen. Der Besucher schlendert ungezwungen durch Hallen und offene Plätze, und begegnet auf Schritt und Tritt Pferden auf Tuchfühlung an der Hand, Longe, unter dem Sattel oder im Geschirr. Das vorbereitende Training oder das Aufwärmen kann hautnah mitverfolgt werden, was auch zu einer Entmystifizierung der Stars, sowohl der gesattelten wie der gestiefelten, beiträgt.

Man sieht, aus erster Reihe fußfrei, dass das reiterliche oder fahrerische Können Ergebnis harter und konsequenter Arbeit ist, begleitet von mühevoll erworbenem Wissen auf höchstem Niveau – eine Erkenntnis, die zunächst angestellte, eigene Überlegungen, Pferdesport mangels Talent aufzugeben, in den Hintergrund rücken lässt.

Doch zunächst zu den Pferden: Rassen und Schläge verschiedenster Art erfreuten das Herz des Pferdemenschen, verbunden mit der von meinem Großvater immer wieder zitierten Einsicht, dass ein gutes Pferd keine Größe, Farbe, Geschlecht oder Rasse hat. Hervorzuheben die Darbietungen des Haupt- und Landgestütes Marbach – Pferde wie Reiter hervorragend herausgebracht und in guter Entwicklung begriffen; manche „Paare“ habe ich jetzt schon seit geraumer Zeit beobachten können, sie entwickeln sich behutsam und gekonnt weiter – ja, ich habe den Eindruck, die Gestütsleitung gibt ihnen Zeit und Raum, gemeinsam zu reifen – nachahmenswert! Es gibt aber keinen Schlendrian – hinter den Kulissen geht es militärisch zu, und zwar in positivem Sinne mit Ordnung und Disziplin.

Gezeigt wurde unter anderem eine Sprungquadrille mit zwölf aktiven Deckhengsten – vier Schimmel, vier Rappen, vier Füchse, vier Braune – die an Exaktheit wohl kaum zu übertreffen sein werden.

Ein Höhepunkt, wie immer, waren die Aktionstraber: die Reiter kenne ich seit vielen Messen, die Pferde sind fast immer neu, aber immer gut.

Auch vor ein bisschen „Show“ scheuen die Marbacher nicht zurück: ein als Beduine gekleideter Bereiter galoppiert hinter einer Herde prachtvoller Araberstuten in den Ring, beritten mit einem Hengst, vor dessen Schönheit und Ausstrahlung die Stuten wohl nicht davonlaufen würden.

Alles bisher über die „Marbacher“ Gesagte gilt uneingeschränkt auch für die Reiter und Fahrer des Bayrischen Hauptgestütes Schwaiganger.

Auf beachtliche Leistungen haben es die deutschen Reitponys gebracht; so brachte die Pony-Farm Haßloch eine äußerst nette Einlage, die einen Siedler-Treck auf Reise zeigte, mit Planwagen und allem Drumherum, der urplötzlich von einer Horde Indianer angegriffen wird. Geritten wurden alle Pferde von Kindern, die die ungeheure Manövrierfähigkeit und Schnelligkeit dieser figuranten Pferde beeindruckend demonstrierten.

Als absoluten Höhepunkt empfand ich die Schaunummer der Friesen-Pferde – leichtere Kaliber wurden geritten, unter anderem von zwei bildhübschen Amazonen im Damensattel, schwere Typen wurden in verschiedenen Anspannungen gefahren. Einspänner, Zweispänner, Einhorn und Fünfspänner bewegten sich in harmonischer Choreographie zu einer wunderbaren Parade.

 Gute und schöne Pferde zeigten die Deutschen Zuchtverbände: Hannoveraner, Holsteiner, Trakehner, aber auch Achal-Tekkiner, Lipizzaner und in Deutschland gezogene Quarter Horses waren zu sehen.

Die Schweiz war mit Freibergern vertreten, die mir im Gespann präsentiert sehr gut gefielen, jedoch, ohne Sattel von Schweizer Bauernmädchen geritten, nicht wirklich gut und eher plümplich wirkten.

An perfekte zirzensische Artistik grenze die Vorführung der Show-Girls aus Kalifornien, akrobatische Nummern, die einem den Atem stocken ließen.
Das Erlebnis schlechthin war jedoch (wieder) Senor di Iglesias auf einem braunen Andalusier-Hengst, man kennt ihn meist mit seinem Schimmel, was dieser schlanke Mann, der wahrlich „im Pferde sitzt“ zuwege brachte, ist nicht nur hohe, es ist höchste Schule – ein ästhetischer Genuss in perfekter Harmonie.

Von Seiten der Industrie ist mir nichts Berichtenswertes untergekommen. Mit der BIO-Welle wird weiterhin Schindluder getrieben, die Zahl ominöser Tuben und Fläschchen, die dem Pferde Gutes tun sollen, nimmt weiter zu, ohne dass der Inhalt der Wunderdrogen verraten würde.

Dallmer® zeigt eine Weiterentwicklung des Plastik-Hufbeschlages, der mir recht gut gefiel, die Praxistauglichkeit wird noch zu bestehen sein.

Unter dem Namen Pressage® wird ein Stützverband vorgestellt, der individuell für die Gelenke angepasst wird und sicher gute Dienste leisten kann – ein Blick auf das Preisetikette ruft allerdings auch nach einer Kreislaufstützung.

Was an Lederzeug zum Reiten und Fahren angeboten wird, grenzt bei manchen Herstellern an Mordabsicht – so viel Mist an Geschirren habe ich noch nie gesehen.     

Die „Western-Welle“ scheint in deutschen Landen etwas abzuflauen, erkennbar am geringer werdenden Angebot an Zubehör, aber auch an der abnehmenden Zahl an Westernhut-Trägern.

Am Sektor Fahren dominiert mittlerweile eindeutig Gustav Kühnle aus Haiterbach mit einer großen Kollektion schöner Wägen.

Die als besondere Attraktion geplante „Kutschen-Auktion“ ging leider etwas daneben, zum Teil auf Grund mangelhafter Organisation, aber auch wegen des strömenden Regens, vornehmlich aber wegen der Phantasie-Preise der potentiellen Verkäufer, die den beginnenden Fahr-Boom schamlos ausnützen wollten. Für einen ganz ordentlich in Stand gesetzten Mail-Phaeton, der 15.000.00 DM bringen sollte, wurden mit Müh´ und Not 8.000.00 DM geboten, für einen netten Omnibus mit Wunschpreis 13.000.00 DM blieben die Winker ab 9.000.00 DM unten. So wurden von den 30 angeboten Exemplaren unterschiedlichster Bauart nur acht Stück verkauft, der Rest erreichte nicht einmal den Limit-Preis.
 

-----------------------------------------------------------
Der alte Herr ließ die Blätter, aus denen er berichtet hatte, sinken und schien sehr nachdenklich zu werden. Viele Jahre hatte er Pferdemessen besucht, an vielen auch als Gastredner und Vortragender teilgenommen, doch in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende stellte sich eine ermüdende Sättigung ein – explosionsartige Zunahme der Gurus (nicht der echten!!) und der Besserwisser vergällte die Lust auf Messebesuche – wasted energy!

„Die Vorstellung der neugegründeten Pferdesanitäter Ende der neunziger Jahre auf den Messen in St. Pölten und Wels brachte nicht das erhoffte Echo – auch weil der Bundesfachverband bremsend einwirkte. In logischer Konsequenz habe ich dann einen Kurswechsel vollzogen – Pferdesanitäter und Fire&Emergency VETs (vielfach auch als Pferdesporttierärzte, als Ersthelfer Vorort eingesetzt) – allesamt meine Kinder – wurden  losgelöst von Messespektakel in die Kategorie der Rettungskräfte eingegliedert und öffentliche Auftritte gab es dann mit großem Erfolg und viel Anerkennung jeweils auf der RETTER® in Wels, bei Feuerwehrveranstaltungen (z.B. von Feuerwehr Objektiv®) in Klosterneuburg und in direkter Zusammenarbeit mit den Hilfsdiensten bei Notfallübungen zusammen mit dem Roten Kreuz und den Freiwilligen Feuerwehren– meine oben aufgezählten „Kinder“  sind nun zwischen 25 und 30 Jahre alt – erfreuen sich mit einer Ausnahme bester Gesundheit und besuchen gelegentlich ihren Vater – über Email und Telefon…..“- „  …. und über soziale Medien, vermutlich, die sich ja als Nachrichtentransportmittel überall etabliert haben!“ fiel die junge Dame ins Wort.

„In sozialen Medien verkehre ich nicht – ich betrachte sie als Zeiträuber, Wichtigmacher zur falschen Zeit und Beförderer von Unwahrheiten oder schlechten Emotionen – also auch ,wasted energy' – und, das möchte ich besonders betonen – ich bin kein „Follower“ und ich möchte auch keine „Follower – Apostel ohne eigene Haltung“  haben; früher nannte man die, in jeder Hinsicht von einem Lehnsherren Abhängigen,  Vasallen – ihnen gehörte weder Besitz noch eigene  Meinung - dann kam, mit der Aufklärung,  eine der höchsten Errungenschaften zivilisierter Menschen – das Recht auf freie Meinung, verbunden mit dem Recht, diese in zivilisierter Form zu äußern – eine bahnbrechende Entwicklung!“

„Sie sind also immer noch in diesen Organisationen tätig?“ wollte die junge Dame wissen, um den alten Herren wieder zum Thema zu führen. „Nein, kaum mehr aktiv! Jede Generation muss sich ein eigenes und für sie passendes Konstrukt errichten, es macht nur wenig Sinn, bei einem wohlbestellten Hause das Fundament einzureißen. Aber mit großer Genugtuung sehe ich, wie die Ausbildung der Pferdesporttierärzte weitergeführt wird, wobei zu hoffen ist, dass die dafür Verantwortliche in den Kursen gelegentlich an die drei Baumeister  (HR Dr. Zach – ihr Vater, und die Herren Rautschka und Kaun – der Kurs war damals noch dreitägig und zumindest zweisprachig gemäß FEI-Reglement – die Teilnehmer in eleganter, korrekter und pferdegerechter Kleidung, eben Pferdesport-Tierärzte beiderlei Geschlechts ) erinnert, die Pferdesanitäter-Bewegung wird mit großem Eifer und Erfolg von Dr. Andreas Sendlhofer (Klagenfurt, Kurse unter www.pferdesicherheit.at) geleitet, einzig die Ausbildung zum Fire &Emergency VET nach meinem Curriculum ruht zur Zeit: Kostendeckung ist natürlich auch bei Kursen für das Allgemeinwohl notwendig, aber reines Gewinnstreben, wie dies zuletzt der  mir nachfolgende, betraute Ausbildungsleiter an den Tag legte, ist jeder Form ehrenamtlicher Bemühungen abträglich.“

 Dokumente, Fotos, Grafiken und Literatur – Archiv & ex libris Dr. Kaun seit 1963

Kommentare

Bevor Sie selbst Beiträge posten können, müssen Sie sich anmelden...

Weitere Artikel zu diesem Thema:

10.02.2024 - Pferdegeschichte(n) einst & jetzt: Fiakerfreud, Fiakerleid27.01.2024 - Pferdegeschichte(n) einst & jetzt: Von Tierleid und Zivilcourage20.01.2024 - Pferdegeschichte(n) einst & jetzt: Als der Fahrsport laufen lernte13.01.2024 - Pferdegeschichte(n) einst & jetzt: Der Donau-Alpen-Pokal 198403.02.2024 - Pferdegeschichte(n) einst & jetzt: Wie das Wetter unsere Pferde beeinflusst
Zur Übersichtzurück weiter

 
 
ProPferd.at - Österreichs unabhängiges Pferde-Portal − Privatsphäre-Einstellungen