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Distanzreit-EM in Ermelo: Starke Stephanie Kunz
10.09.2023 / News

Stephanie Kunz und Kuhaylan Zaid-111 Kohekon
Stephanie Kunz und Kuhaylan Zaid-111 Kohekon / Foto: Verein Calapo Racing Team
Das Team hinter dem Erfolg: Romana Grubmüller, Daniela Vadehra, Gernot Kunz, Ulrich Adensamer, Stephanie Kunz und Karl Hemmer (v.l.n.r.)
Das Team hinter dem Erfolg: Romana Grubmüller, Daniela Vadehra, Gernot Kunz, Ulrich Adensamer, Stephanie Kunz und Karl Hemmer (v.l.n.r.) / Foto: Verein Calapo Racing Team

Bei der Europameisterschaft im Distanzreiten im niederländischen Ermelo (4.–9. Sep. 2023) war Österreich mit zwei Teilnehmerinnen vertreten – und konnte durch die Niederösterreicherin Stephanie Kunz und ihren 12-jährigen Shagya-Araber-Hengst „Koko“ auf der äußerst selektiven Strecke einen Achtungserfolg erringen.


Mit einem höchst respektablen Ergebnis für den österreichischen Distanzsport durch Stephanie Kunz, Verein Calapo Racing Team (NÖ), endete die diesjährige Europameisterschaft im niederländischen Ermelo: Kunz pilotierte den 12 jährigen gekörten Shagya-Araber-Hengst Kuhaylan Zaid-111 Kohekon (Spitzname ‚Koko’) aus heimischer Zucht (Familie Hemmer, ST) über die 160km Strecke erfolgreich durch die tiefsandige holländische Heidelandschaft und belegte den beachtenswerten 21. Platz im ersten Drittel der 75 gestarteten Pferd-Reiter Paare.

Selektive Strecke sorgte für hohe Ausfallsquote

Das technisch anspruchsvolle Rennen im traumhaften Nationalpark Ermelosche Heide stellte hohe Ansprüche an Pferde, Reiter und Crew. Die Strecke führte über vorrangig tiefes Sandgeläuf durch Heidelandschaft und waldiges Gebiet. Das für die Region ungewöhnlich heiße Spätsommerwetter mit Nachmittags Temperaturen von 31 Grad im Wald sorgte für zusätzliche Belastung und machte sich in der hohen Eliminationsquote von 53 Startern bemerkbar, darunter auch etliche heiße Titel-Favoriten.

Das Rennen gliederte sich in sechs Phasen zu 38km, 22km, 29km, 20km, 31km und 20km, die jeweils erst mit positiver Tierarztkontrolle als abgeschlossen galten. Speziell nach Phase fünf, 31km in der glühenden Nachmittagshitze, wurden zahlreiche Pferd-Reiterpaare eliminiert. Strategisch kluges Reiten und optimales Pferde-Management in den Pausen waren absolut essenziell für ein Aufsteigen und grünes Licht durch die Tierärzte bis zum Finish.

Mit der richtigen Strategie zum Erfolg

Kunz startete mit gutem Tempo in den frühen Morgenstunden im Pulk der Spitzengruppe und passte das Tempo an die sich im Fortschritt des Tages erschwerenden Bedingungen an. Eine gute Strategie, die der wettkampferfahrenen Österreicherin Recht geben sollte. Koko absolvierte auch den gefürchteten verpflichteten Recheck nach Phase 5 mit top Werten und wurde um 19:26 auf die letzte Runde entlassen. Kurz nach 21 Uhr passierten die beiden in Dunkelheit die Ziellinie - doch erst nach der positiven Abschlusskontrolle durch die Tierärzte konnte die rot-weiß-rote Crew aufjubeln. „Ich bin unfassbar stolz auf Koko, der heute so unerschütterlich bis zum Schluss und viele Kilometer ganz alleine gelaufen ist“, so Kunz strahlend.

Die zweite Österreicherin, amtierende Staatsmeisterin Romana Grubmüller, ebenfalls vom Verein Calapo Racing Team (NÖ), konnte das Rennen nach Phase fünf mit ihrem Pferd, dem 11 jährige Vollblutaraber Wallach RO Othar, leider nicht fortsetzen.

Heimischer Distanzreit-Sport im Aufwind

„Mich freut es besonders, dass der österreichische Distanzsport durch regelmäßige Beschickung von Championaten durch starke Pferd-Reiterpaare und konstruktive Zusammenarbeit auf Landesebene einen neuen Aufwind erlebt. Seit vielen Jahren hatte Österreich erstmals wieder ein Team aufgestellt, leider verletzte sich jedoch das Pferd unserer dritten Reiterin Jana Kupper kurz vor Abreise. Doch nach dem Championat ist vor dem Championat“, resümiert Distanz-Bundesreferent Gernot Kunz zuversichtlich.

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